Bund interveniert bei „Erschießungsfunktion“

Nicht nur, um zu verhindern, dass Leute erledigt werden – nein auch um den dringend notwendigen Einsatz eines innerwörtlichen „L“ ging es bei der Intervention des Innenministeriums in Sachen Neubau. Eine Doppelerledigung im besten Sinne. Die TAZ vom 8.10,.2010 berichtet dazu:

Da war der Knoten drin, als das "L" noch fehlte foto: Stefan Bartylla

Da war der Knoten drin, als das L noch fehlte, foto: Stefan Bartylla

Das Innenministerium

Der Neubau des Ministeriums ersetzt den gemieteten Standort ein Kilometer weiter westlich an der Straße Alt-Moabit. Baubeginn nach dem Entwurf des Büros Müller Reimann Architekten soll im Frühjahr sein.

Das Restaurants Paris-Moskau darf entgegen ursprünglichen Plänen am alten Ort bleiben. Die alte Terrasse aber wurde bereits im Mai abgebaggert.

Der Rad- und Fußweg durch den Tunnel unter Alt-Moabit bis zum Kanzlergarten ist der erste öffentliche Weg, der einem Ministerium zum Opfer. Der Tunnel (Foto) ist bereits geschlossen.

Im Museum Karlshorst

Es gibt immer eine Lösung, foto: stefan Bartylla

Der künftige Weg führt nun über Treppen hoch zur Straße Alt-Moabit und den Kastaniensteig parallel zum ursprünglichen Weg hinunter zum Kanzlergarten.

Den Entwurf hatte Bausenatorin Junge-Reyer am Mittwoch vergangener Woche im Bauausschuss vorgelegt. Die Sperrung des geplanten Wegs erwähnte sie nicht. Der Senat hat den B-Plan bereits am 14. September verabschiedet. Mit der Verabschiedung im Abgeordnetenhaus hat der B-Plan Gesetzeskraft.

Interveniert hat der Bund nicht nur wegen des geplanten Wegs, sondern auch wegen eines Rechtschreibfehlers. Ursprünglich fand sich im Entwurf der Satz: „Bei der Kastanienrampe steht die Erschießungsfunktion im Vordergrund.“ „Um Irritationen zu vermeiden“, bat der Bund, das Wort „Erschießungsfunktion“ durch „Erschließungsfunktion zu ersetzen“. (taz)

taz 08.10.2010

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